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Die Sommerkonzerte des Amtes für Kinder, Bildung und Kultur
will die Menschen mit einer Musik konfrontieren, die sie
vielleicht noch nicht kennen, will Lust auf Unbekanntes
wecken: Alle Konzerte sind eintrittsfrei, viele von ihnen
finden als Freiluftveranveranstaltung statt. Kunstvermittlung
wird mit Volksfestcharakter kombiniert. Die Spielstätten
der Sommermusik sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt
und haben die unterschiedlichen Charaktere, die den jeweiligen
Aufführungen entsprechen. Die Sommermusik findet in diesem
Jahr im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas 2007 Luxemburg
und Großregion statt.
Das literarische Thema
Jedes Jahr steht ein Thema von literarisch/musikalischer
Relevanz im Mittelpunkt der Saarbrücker Sommermusik. In
diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf einer Problematik,
die besonders in der Mitte des 20. Jahrhunderts wirksam
wurde und die Kulturgeschichte Europas nachhaltig beeinflusst
hat: Das (u.U. zwiespältige) Verhältnis des Künstlers zu
der Diktatur, innere Emigration und die künstlerische Vereinzelung.
Das Motto stammt von Günter Eich, der nicht wie andere Autoren
aus Deutschland geflohen war. Seine Werke zogen sich ins
Private, Romantisierende zurück. Nach dem Krieg vollzog
er eine Wandlung vom introvertierten, unpolitischen Dichter
zum engagierten kritischen Autor, der freilich immer seine
poetische Sprache behielt und war Mitbegründer der Gruppe
47, deren Ziel die Aufklärung und Erziehung zur Demokratie
in Deutschland war: 'Tut das Unnütze, singt die Lieder,
die man aus eurem Mund nicht erwartet! Seid unbequem, seid
Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!' Eine Mahnung,
- und Kritik auch an sein eigenes Schweigen während der
Diktatur.
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