Eine Ausstellung zum 100. Geburtstag des Architekten Peter
Paul Seeberger (1906-1993) zeigt vom 02. bis 30. März
drei Jahrzehnte Architektur in Saarbrücken (1949-1977).
Die im Rahmen einer Magisterarbeit an der Universität
des Saarlandes im Fachbereich Kunstgeschichte in Kooperation
mit der Landeshauptstadt Saarbrücken entstandene Ausstellung
findet im denkmalgeschützten Technisch-Gewerblichen-Berufsbildungszentrum
„Am Mügelsberg“ statt. Sie soll einen Überblick über das
umfangreiche, mehrere Baugattungen umfassende Schaffen
des Architekten geben und widmet sich insbesondere dem
Bruch zwischen der Architektur der fünfziger und sechziger
Jahre.
Erstmals ist noch unveröffentlichtes Archivmaterial, Originalaufnahmen
und das von der Familie Seeberger geöffnete Privatarchiv
zu sehen. Aktuelle Fotos informieren über den derzeitigen
Zustand der Gebäude.
Außerdem wird das vom Architekten in seinen Bauten konsequent
angewandte Farbsystem und der Bereich „Kunst am Bau“ aufgezeigt
und saarländische Künstler mit denen er eng zusammengearbeitet
hat, vorgestellt. Unter anderem ist der Bildhauer Paul
Schneider mit originalen Studienblättern vertreten.
Die Ausstellung ist montags bis samstags von 9.00 bis
17.00 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen erhalten
Sie beim Stadtplanungsamt unter 905-4041.
Hintergrund:
In Fachkreisen war der gebürtige Pfälzer Peter Paul Seeberger
besonders für seine Schulbauten der fünfziger Jahre bekannt.
Seeberger gestaltete zunächst als Oberbaurat und Leiter
des Städtischen Hochbauamtes, später als Technischer Geschäftsführer
der Saarbrücker gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft und
schließlich ab 1948 als Stadtbaudirektor das Stadtbild
des nachkriegzeitlichen Saarbrücken maßgeblich mit. Peter
Paul Seeberger wird derzeit mit elf Einträgen in der Denkmalliste
des Saarlandes geführt.