Oliver Lake

 

   



.:. Das Oliver Lake Quintett .:.

.:. am 04. März um 20 Uhr im Kulturbistro Malzeit :.

Veranstaltet vom Jazz-Syndikat Saarbrücken e.V.


   
 
 
 
   


     
   




"Ich liebe Eric Dolphys Saxofonspiel und seine Kompositionsweise, weil sie nicht vorhersagbar ist und voller Überraschungen bleibt. Seine Musik und sein Spiel waren während meiner ganzen Karriere eine Inspiration und die Vorgabe bleibt: sein Level als Musiker zu erreichen", sagt Oliver Lake, der sich über die Jahre als Saxofonist und Flötist in verschiedensten Zusammenhängen profiliert hat. Oliver Lake ist als Teil des World Saxophone Quartets mit Hamiet Bluiett, Julius Hemphill und David Murray und mit einer ganzen Reihe von eigenen Formationen bekannt geworden. Sie reichen vom Trio Three mit Reggie Workman und Andrew Cyrille über das Steel Quartet bis zur Bigband.

Mit einem "Dedicated to Dolphy" ehren Oliver Lake, Peter Massink, Paul Zauner, Wolfram Derschidt und Dusan Novakov nun einen Musiker, der 1964, also vor 40 Jahren, erst 36-jährig verstarb und trotzdem die Geschichte des modernen Jazz massgebend mitgeprägt hatte. Ab 1958 spielte Eric Dolphy mit dem Chico Hamilton Quintet, später mit Charles Mingus, Max Roach, Ornette Coleman und John Coltrane. Mit dem Trompeter Booker Little formierte er seine eigene Gruppe. Als Interpret etablierte Eric Dolphy die Bassklarinette im Jazz, hat aber auch als Komponist grosse Verdienste und schuf in seinem Todesjahr mit "Out to Lunch!" einen Klassiker der Jazzgeschichte.

Eric Allan Dolphy wäre in diesem Jahr 79 Jahre alt geworden, wenn er nicht 1964 plötzlich das Zeitliche gesegnet hätte. Er litt an einer seltenen Form von Diabetes und wusste nichts davon. Vielleicht hat er aber etwas geahnt, denn in seinen letzten Lebensjahren wirkte Dolphy an mehr als 300 Aufnahmen mit. In seiner kurzen Schaffensperiode veränderte Dolphy viel: er spielte wie kein anderer, er komponierte wie kein anderer, er gab der Querflöte und vor allem der Bassklarinette einen besonderen Stellenwert (heute noch klingen fast alle Bassklarinettisten nach Dolphy), er verband Tradition und Avantgarde, wirkte an bahnbrechenden Produktionen (Oliver Nelson "Stolen Moments", Ornette Coleman "Free Jazz", John Coltrane "Africa Brass") mit, nahm selbst ebensolche Alben auf ("Out to Lunch", "Outward Bound"), verlieh dem Altsaxophon eine menschliche Stimme und sein Werk ist (auch) aufgrund seiner unglaublichen Virtuosität auf allen Reedsinstrumenten heute noch von ungebrochener Aktualität.

Der Multiinstrumentalist Oliver Lake, der 1967 in St. Louis die Black Artists Group (eine Selbsthilfe-Organisation ähnlich der AACM in Chicago) mitbegründete und mit dem World Saxophone Quartet berühmt wurde, zählt Dolphy zu seinen primären Einflüssen. 1980 nahm er unter eigenem Namen die LP "Prophet - A Tribute to Dolphy" auf und widmete 1996 mit "Dedicated to Dolphy" eine zweite Einspielung dem unsterblichen Musiker.



Eintritt 15,- €

 

     
   
Weitere Informationen
     
   

 

www.kwsb.de