Forum4

 

   



.:. 4. Landwehrplatz-Forum (LWP-Forum)
.:. am 21. Februar 2005 in der Johanneskirche .:.



Protokoll

   
 

1.

Stand des Verfahrens und Ziele für das Forum

 
 
 
 

Im August 2000 fasste der Stadtrat der Landeshauptstadt Saarbrücken den Beschluss zur Umgestaltung des Landwehrplatzes. Im Rahmen vorbereitender Workshops wurde ein Vorgehen zur Bürgerbeteiligung erarbeitet. Am 25. November 2003 wurde das Planungs- und Beteiligungsverfahren auf der Grundlage des vorliegenden Konzeptes beschlossen. Seitens der Verwaltung ist das Stadtplanungsamt sowohl für den Prozess der Bürgerbeteiligung als auch für das formale Planungsverfahren zuständig.

Ein zentraler Baustein des Beteiligungsverfahrens ist das „Landwehrplatz-Forum“. Zum Landwehrplatz-Forum wird offen eingeladen, d.h. alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen, an der Diskussion zur Umgestaltung des Landwehrplatzes aktiv teilzunehmen, eigene Ideen und Vorschläge einzubringen und mit anderen Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Planungsteam zu diskutieren. Das Landwehrplatz-Forum tagte vier Mal in entscheidenden Phasen des Verfahrens.

Das erste Landwehrplatz-Forum trat am
22. März 2004 zu Beginn des Planungsverfahrens zusammen.

Ziele waren
- die Vorstellung des Planungs- und Beteiligungsverfahrens sowie aller bislang beteiligten Akteure,
- eine grundsätzliche Diskussion zur Gestaltung von Plätzen,
- eine Analyse der aktuellen Situation des Landwehrplatzes
sowie
- das Sammeln von Ideen und Anregungen zur Umgestaltung (Ideen-Forum).


Das zweite Landwehrplatz-Forum fand am 13. Juli 2004 statt. Das Planungsteam präsentierte
- eine Analyse der Plätze und Freiflächen im Nauwieser Viertel, um Entlastungspotenziale für aktuelle Nutzungen des Landwehrplatzes darzustellen sowie
- vier Modelle, die die Planungsaufgabe zur Umgestaltung des Landwehrplatzes in grundsätzlichen Alternativen (Unterschiede in Raumbildung, Nutzungsmöglichkeiten, Verkehrsorganisation) darstellten.


Ziel war die Entscheidung für eines der präsentierten Modelle. Dieses Ziel konnte nicht erreicht werden, vielmehr ergab sich eine Gleichrangigkeit von zwei Modellen. Deswegen wurde das geplante Treffen der Landwehrplatz-AG, die i.d.R. jeweils dem LWP-Forum vorgeschaltet ist, durch ein drittes Landwehrplatz-Forum ersetzt.


Zum dritten Landwehrplatz-Forum wurde für den 13. September 2004 eingeladen. Ziele waren dabei
- die Vertiefung der kontrovers diskutierten Fragen des 2. Landwehrplatz-Forums, sowie
- eine Einigung auf einen Vorentwurf zu erzielen, der dann dem Stadtrat vorgelegt werden sollte.


Dabei kam das Landwehrplatz-Forum zu dem Ergebnis, dass der vom Planungsteam erarbeitete und vorgestellte Vorentwurf weitgehend die gesetzten Zielvorstellungen erfüllt. Der Vorentwurf wurde in dieser Form am 23. November 2004 dem Stadtrat vorgelegt und einstimmig beschlossen.

Für die weitere Planung wurden zusätzlich folgende Empfehlungen formuliert:


1. Die Parksituation und Einbettung des Busverkehrs in den Parkplatzbereich, sowie die Möglichkeit einer Reduzierung der Parkplätze sollte im Detail geprüft werden.
2. Es sollte ein Kompromiss zwischen städtischer Öffnung des Platzes / dem Herstellen von Sichtbeziehungen und abgeschirmten, ruhigeren Bereichen angestrebt werden.
3. Es sollte besonders auf Bedarfe der Kinder und Jugendlichen geachtet werden. agl 3/2005 3


Zum vierten Landwehrplatz-Forum am 21. Februar 2005 fanden sich etwa 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein.

Ziele waren
- die Vorstellung des erarbeiteten Entwurfs, der die Planung konkretisiert, sowie
- die Formulierung einer Empfehlung an den Stadtrat zur Verabschiedung des Entwurfs.

 

     
   


Herr Ehrmanntraut begrüßte die Anwesenden und hob die positiven Ergebnisse des bisherigen Planungs- und Beteiligungsprozesses hervor. Dies diene u.a. dazu, ein zügiges Verfahren zu gewährleisten und eine baldige Realisierung anzustreben.


Frau Hartz moderierte die Veranstaltung. Sie erläuterte den bisherigen und weiteren Planungsprozess, sowie die Ziele des 4. Landwehrplatz- Forums.

Anschließend präsentierte das Planungsteam den Entwurf zur Umgestaltung des Landwehrplatzes.

 

     
 

2.

Präsentation des Planentwurfs durch das Planungsteam
 
 
 



Eingangs erläuterte Herr Heckel die Grundzüge des neuen Vorentwurfs und ging dabei detailliert auf die Umsetzung der kontrovers diskutierten Aspekte und die Empfehlungen des 3. Landwehrplatz-Forums ein.

Im Anschluss erläuterte Frau Wandel die Details der Entwurfsplanung, insbesondere die möglichen Bodenbeläge und die Ausgestaltung des „Daches“ zwischen Großherzog- Friedrich-Straße und Landwehrplatz.


Die Präsentation des Planungsteams im Detail:


Rückblick Vorentwurf

Planungsgrundsätze
· 2 Teilbereiche: Offene Platzfläche vor Feuerwache und Otto-Hahn-Gymnasium (verkehrsfrei) – baumüberstandener Platzbereich (Parkplätze) längs der Bruchwiesenstraße
· Berücksichtigung stadträumlicher Bezüge (Aufnahme der stadträumlich wirksamen Achse in Fortführung der Rotenbergstraße)
· Abgrenzung zur Großherzog-Friedrich-Straße (Aufenthaltsqualität) bei gleichzeitiger Erlebbarkeit des Platzes (Stadtraumqualität) von der Straße aus
· Aufweitung des Platzzugangs aus Richtung Stadtmitte
· Weitestgehender Erhalt des Baumbestands
· Reduzierung Bushaltestellen, konzentrierte Ausweisung in Verbindung mit dem Haltepunkt der Saarbahn
· Nutzungsoffenheit
· Möglichst einheitliche Flächenbefestigung
...


Entwurfsvorstellung

Während im Vorentwurf in verschiedenen Varianten die Grundsätze der Planung erarbeitet wurden, erfolgt im Entwurf eine Konkretisierung des gemeinsam zur weiteren Ausarbeitung beschlossenen Konzeptes. In der späteren Planungsphase, der Ausführungsplanung, wird die endgültige und baureife Ausarbeitung der Entwurfselemente erfolgen.

Gestaltung und Funktionieren des Platzes sind vom Zusammenspiel mehrerer Komponenten abhängig, die sich in ihrer Wirkung ergänzen: Raumbildung durch Gebäude und Bepflanzung, Materialien, Topografie und Ausstattungselemente. Die Vorstellung der Planung erfolgt anhand dieser unterschiedlichen Schichten, die sich als Gesamtbild zum Entwurf überlagern.


Platzraum-Konzeption


Neben den gebauten Raumkanten, die unverändert bleiben, sind die Bäume, d.h. der Umgang mit Baumbestand und Baumneupflanzung wirksamstes Element zur Raumgestaltung.
· Die Randkontur des Platzes aus Bäumen bleibt erhalten (Erlebnisqualität aus den Obergeschossen der Gebäude unverändert).
· Erhalt weiterer markanter Einzelbäume (besonderer Bestandswert)
· Neupflanzungen im Bereich des Baumdachs/Stellplätze
· Die unterschiedliche Lebenserwartung von Baumbestand und Neupflanzung bedingt auf lange Zeit eine wechselnde Dynamik im Erscheinungsbild des Platzes.


Flächenabgrenzung

Rothenberg- und Bruchwiesenstraße werden wie bisher als Erschließungsstraßen behandelt, deren Straßenraumcharakter erhalten bleibt.
Die Neugestaltung umfasst die Platzfläche von den westlichen, nördlichen und östlichen Platzrändern bis an die Bahnsteigkante an der Großherzog-Friedrich-Straße heran, den öffnenden Keil zur Nauwieserstraße unter Einbezug von Teilflächen des Theaterhofes, den Straßenraum in Richtung Max-Ophüls-Platz bis zur Schnittstelle Altbau/Neubau des Otto- Hahn-Gymnasiums.


Verkehrsorganisation

· Quartiererschließung über Bruchwiesen- und Rotenbergstraße
· Stellplätze an mehreren Stellen von der Bruchwiesenstraße aus anfahrbar
· Busschleife unter Mitnutzung der Stellplatzumfahrt, gemeinsamer Bus-/Bahnsteig · Verkehrsberuhigter Bereich ab Otto-Hahn-Gymnasium
· Übrige Patzbereiche verkehrsfrei, Nutzbarkeit für Fußgänger, Spiel und Aufenthalt


Stellplätze

· Funktionsweise: Erschließung mit in beiden Richtungen befahrbaren Schleifen, minimierter Park-Suchverkehr
· Erschließungsform unterstützt trotz der vermeintlichen Geschlossenheit des Baumdaches die Wahrnehmung des Platzes unter den Baumkronen hindurch
· Die auf Platz und Feuerwache hin ausgerichteten Fahrgassen unterstützen die Wahrnehmbarkeit der Platzränder unter dem Baumdach hindurch.
· Charakter der Fläche trotz Stellplatzfunktion als Platzraum
· Stellplatzmarkierungen durch Flächengestaltung (Schachbrett-Prinzip)
· Umgang mit Baumneupflanzungen soll besonderen und individuellen Charakter des Ortes untersteichen. An Stelle konventioneller Baumschutzgitter wird ein besonderer Anfahrschutz verwendet, der in seiner Gestaltung an übergroße Pflanzgefäße erinnert.
· Baumarten: z.B. Platane (ggfs. beschnitten) oder besondere Eschen-Art


Platztopografie

· Der wirksame Schutz vor dem Befahren der Flächen, die den nicht motorisierten Nutzern vorbehalten sind, erfolgt mit Hilfe einer Stufe (Vermeidung von „Abpollerungen“).
· Begründung der Stufe als Rollbremse, Bussteigkante, Wurzelraumschutz von Bäumen (Höhengewinn) und Leitkante der Platzentwässerung · Rampen in den Eckbereichen ermöglichen Querung für Rollstühle etc.
· Durch die Stufen hebt sich ein innerer Platzbereich wahrnehmbar von der Grundfläche ab.


Aufenthalt und Spiel


· Anordnung im ruhigeren, verkehrsabgewandten Bereich, als erweiterte Vorfläche des Gymnasiums · Beschattet und markiert durch vorhandene Bäume, lädt dieser Bereich besonders ein zu Aufenthalt und Spiel.
· Glatter Sonderbelag (höhengleich mit angrenzenden Flächen) soll Spiel und Sport ermöglichen und Spielfunktionen, die bisher auf dem Platz möglich sind, ersetzen.
· Es wird kein umzäunter „Spielkäfig“ entstehen, da eine Umzäunung andere raumgreifende Nutzungen auf dem Platz verhindert.
· Basketballkörbe als Spielangebot, ergänzt durch ein Schutznetz an der Stirnseite zu den Parkplätzen sind ausreichend und sollten für mögliche andere Nutzungen kein Hindernis darstellen.
· Der Bereich vor der Alten Feuerwache bleibt nutzungsoffen und frei von Einbauten.


Beläge

· Beläge für Platzfläche, Parkplatz, Verkehrsflächen
· Eine gesamte Fläche von rund 12.000 m² wird mit neuen Belägen versehen, dabei werden die Flächen neben der Feuerwache mit einbezogen.
· Ziel ist eine homogene Flächengestaltung, die größtmögliche Großzügigkeit in der Gesamterscheinung garantiert.
· Anforderungen an den neuen Belag: geeignet für unterschiedliche Aktivitäten, positives optisches Erscheinungsbild, hohe Strapazierfähigkeit, gute Pflege und Reinigung, niedrige Unterhaltskosten, wirtschaftlich in den Herstellungskosten, gute Alterungsfähigkeit
· Natursteinbelag für die gesamte Fläche schließt sich aus (zu hohe Herstellungskosten)
· Wassergebundene Flächen bereiten hinsichtlich der Unterhaltung und Pflege Probleme und bedeuten Einschränkungen für die Bespielbarkeit
· Die Palette dessen, was an Belägen eingesetzt werden kann, bewegt sich von hochwertigem Betonsteinpflaster bis hin zu größeren gegossenen Flächen mit entsprechend feinkörniger Oberflächenveredelung.
· Zurückhaltende Farbgebung, die nicht in Konkurrenz zu den roten, sandsteinfarbenen Fassaden der Feuerwache und des Otto-Hahn Gymnasiums tritt
· Wasserdurchlässige Beläge auf der Parkfläche stimmen farblich mit der Gesamtfläche überein, um den Platzraum optisch zusammenhängend zu erleben.
· Zur besseren Nutzbarkeit und Hervorhebung des Spielbereiches hebt sich das eigentliche Spielfeld durch einen Belags- und einen leichten Farbwechsel ab.


Ausstattung

· Reduzierung von Möblierungen auf das Notwendigste
· Sitzbänke zur Steigerung der Aufenthaltsqualität am Spielbereich und unter dem Dach zur Großherzog-Friedrich-Straße · In Ihrer Ausrichtung zum Platz oder zur Haltestelle zum Spielbereich hin oder zur offenen Platzfläche neutral orientiert, möglichst vielseitig anzueignen
· Geradlinig und schlicht, robust der Benutzung standhaltend
· Material: Stein oder Holz · Podest zum Sitzen und Liegen, in Kombination mit einem Wasserspender (Angebot für spielende Kinder)


Wasser

· Wasserspiel als den offenen Platzraum zusätzlich belebendes Element,
· Zurückhaltend in der Ausformung, tritt nur über den Wasserstrahl in Erscheinung,
· Größtmögliche Nutzungsvielfalt bleibt auf der Fläche bestehen


Beleuchtung

· Standardbeleuchtung (Mastlampen) in den Straßenräumen
· Sonderbeleuchtung auf dem Platz zur Betonung und Hervorhebung bestimmter Bereiche, Stärkung der wenigen gestalterischen Maßnahmen
· Säulenbeleuchtung entlang der Stufe, Bodenstrahler zum Ausleuchten bestehender Baumkronen


Dach – Kolonnaden

· Entlang der Großherzog-Friedrich-Straße, neben Saarbahngleisen und Platanenreihe bildet ein ca. 70 m langes, 3,80 m breites Dach gegenüber dem Platz einen Horizont, die Kolonnaden schaffen zur Großherzog-Friedrich-Straße einen Filter
· In der Raumwirkung ergibt sich zum einen ein sehr langgestrecktes Element mit sich optisch überlagernden Stützenanordnungen (längs der Straße) und ein zum anderen schmales Element (quer zur Straße) mit starker perspektivischer Flucht.
· Proportions- und Konstruktionsstudien zeigen Vorteile bei schräg angesetzten Stützen, die unterschiedlich ausrichtet werden.
· Neben der raumordnenden Maßnahme übernimmt das Dach die Funktion einer Sonderhaltestelle zur Saarbahn und zum Bus.
· Notwendige Möblierungen werden unter dem Dach vereint und neu geordnet.

     
 

3.

Ergebnisse der Abstimmungsgespräche mit Saarbahn, JUZ/DAJC und RSW

 
 
 



Im Anschluss an die Präsentation des Planungsteams berichteten Herr Himbert (RSW), Herr May (JUZ) und Herr Heimann (Stadtplanungsamt) über die Abstimmungsgespräche mit RSW, Jugendzentrum Försterstrasse (JUZ) und Saarbahn.


Herr Himbert über das Abstimmungsgespräch mit RSW:
Herr Himbert erklärte, dass zwei Busparkplätze auf Grund der Saarbahnerweiterung nach Lebach, Änderungen von Streckenführungen und der teilweisen Verlagerung des Busverkehrs vom Landwehrplatz zum Hauptbahnhof ausreichend sind. Auch gegen die Ausgestaltung der Haltestellenbereiche gab wes von Seiten der RSW keine Einwendungen. Im Rahmen der Ausführungsplanung wird es ein gesondertes Informations- und Abstimmungsgespräch mit der RSW geben, um Details zu klären. Die Verlegung der Buslinien sei nach Zuweisung eines alternativen Standortes kurzfristig innerhalb von ca. 4 Wochen regelbar.


Herr May über das Abstimmungsgespräch mit JUZ und DAJC (Deutsch-ausländischer Jugendclub):
Die grundsätzliche Gestaltungsidee des Vorentwurfes bezüglich der Anordnung des Parkplatzes für den ruhenden Verkehr einerseits und der Zuordnung und Gestaltung des „Stadtplatzes“ unter Berücksichtigung der jugendspezifischen Interessen andererseits wird von JUZ und DAJC begrüßt. Herr May stellt fest, dass die Belange der Kinder und Jugendlichen bezüglich des Freizeitangebots mit der Nutzungsstruktur weitgehend zufriedenstellend gelöst wurde und schlägt nachfolgende Verbesserungen vor, die teilweise im nun vorliegenden Entwurf bereits berücksichtigt wurden.
1. Einbau eines Trink-Wasserspenders in unmittelbarer Nähe zum Spielfeld
2. Ausbildung der Sitzbänke entlang des Spielfeldes in einem für Skater geeigneten „harten“ Material, Naturstein oder Beton. Nicht in Holz, da die Holzkanten der Belastung nicht lange standhalten
3. Einbau einer Tischtennisplatte als zusätzliches Freizeitangebot.


Herr Heimann über das Abstimmungsgespräch mit Saarbahn:
Von Seiten der Saarbahn bestehen wegen der Aufwertungsfunktion für den Landwehrplatz und damit auch der Saarbahn-Haltestelle keine grundsätzlichen Bedenken gegen die Umgestaltung des Landwehrplatzes, insbesondere der Haltestellen-Überdachung. Herr Heimann verwies auf die im Gespräch formulierten Anforderungen an die Ausgestaltung und Ausstattung der Haltestelle, die im Rahmen der Detailplanung berücksichtigt werden müssen, beispielsweise die technische Ausstattung, Blindenmarkierungen, etc.. Hierzu wird es zu gegebener Zeit ein weiteres Abstimmungsgespräch geben.

   
 
4.
Diskussion und Bewertung des Entwurfs
 
 
 


Nach der Präsentation und den Berichten über die Abstimmungsgespräche wurde der vorgestellte Entwurf von den Bürger/innen diskutiert. Es ging in der Diskussion zum einen um grundsätzliche Stellungnahmen, weiterhin um die drei in der Empfehlung des 3. Landwehrplatz- Forums formulierten Aspekte (1) Jugend, (2) Parken und Busse, (3) Ruhe und Öffnen, zudem um Anregungen zur Ausführungsplanung.

Als Abschluss formulierten die Teilnehmer/-innen grundsätzliche Empfehlungen für den Stadtrat, die im weiteren Planungsprozess berücksichtigt werden sollen.

Das Ergebnis der Diskussion im Einzelnen (die Anregungen wurden zur besseren Übersichtlichkeit thematisch nochmals sortiert):




Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Rückmeldungen überwiegend positiv waren.

Die meisten der jetzt erneut vorgebrachten grundsätzlichen Bedenken waren bereits in den vorangegangenen Landwehrplatz-Foren diskutiert und entschieden worden und gehen somit hinter den Stadtratsbeschluss vom 23. November 2004 zurück. So wurde in der Veranstaltung deutlich, dass beispielsweise die Lösung Parken/Busse überwiegend positiv aufgenommen wurde, und die Mehrzahl der Teilnehmer/-innen die grundsätzliche Kritik Einzelner nicht teilt. Dies war ebenfalls in Bezug auf das Spielfeld der Fall. Der Auftrag, sich in besonderem Maße um die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zu kümmern, wurde vom Stadtrat bestätigt und im Entwurf umgesetzt. Deshalb begrüßte die Mehrzahl der Teilnehmer/-innen die vorgeschlagene Lösung.


Die Empfehlung des 4. Landwehrplatz-Forums lautet, den Entwurf unter Berücksichtigung folgender Anregungen weiter zu verfolgen:


Verkehr:

· für die Bauphase sollte die Parksituation geregelt werden
· illegales Parken (LKW, Busse) soweit möglich durch Planungskonzept verhindern
· Schwerlastverkehr in der konkreten Ausgestaltung der Beläge berücksichtigen
· Parkbereiche gut beleuchten
· Stellplätze für Cambio Car-Sharing und Fahrräder integrieren · dem Stadtrat nochmals eine Bilanz der Verkehrs- und Parkflächen (Status quo / Planung) vorlegen


Dach:

· Ausgestaltung des Daches (Materialien, Kanten, Begrünung, ...) · Wind- und Wetterschutz unter Dach sichern agl 3/2005 12


Grundsätzliche Platzgestaltung:

· Containerabstellplätze gut integrieren
· prüfen, ob Holzbänke, am besten mit Lehne, verwendet werden können; Höhe der Bänke auch an Bedürfnissen der älteren Menschen anpassen
· beschneidbare Bäume (Platanen, Linden o.ä.) bevorzugen
· das Entfernen von zwei Bäumen vor alter Feuerwache prüfen wegen Sichtbeziehungen · Notwendigkeit von Niveausprüngen prüfen
· Lichtgestaltung /-konzept prüfen, am besten warmen Gelbton verwenden
· Ansiedlung von Gastronomie, Café fördern
· soziale Kontrolle (Müll, wildes Plakatieren, ...) fördern

   
 
5.
Ausblick auf das weitere Vorgehen
 
 
   


Die Ergebnisse des 4. Landwehrplatz-Forums, insbesondere die o.g. Empfehlungen werden zusammen mit dem bisherigen Entwurf dem Stadtrat vorgelegt und sollen im weiteren Planungsprozess berücksichtigt werden.

Mitte April soll dann der vorgelegte Entwurf vom Stadtrat beschlossen werden.