Der Wettbewerb honoriert besonders die Leistungen einer
Stadt im Hinblick auf die Verbesserung der Lebensqualität
für ihre Bewohner und Bewohnerinnen und will Impulse für
weitere Entwicklungen geben.
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Saarbrücken wurde ausgewählt, am bundesweiten Wettbewerb
„Unsere Stadt blüht auf“ teilzunehmen. Oberbürgermeisterin
Charlotte Britz hatte Ende 2006 entschieden, dass sich
die Landeshauptstadt Saarbrücken erstmals um eine Teilnahme
an diesem Städtewettbewerb bewerben soll. „Saarbrücken
ist eine grüne Stadt“, sagte OB Britz. „Über 70 Prozent
der Stadtfläche sind unbebaute Flächen, die meisten davon
sind grün. Wir haben mit den höchsten Waldanteil der deutschen
Großstädte. Diese positiven Argumente im Städtevergleich
wollen wir auch mit dieser Bewerbung den Menschen bewusster
machen.“Im Vordergrund der Bewerbung unter Federführung
des Amtes für Grünanlagen, Forsten und Landwirtschaft
standen dabei Aspekte der nachhaltigen grünen Stadtentwicklung,
des Engagements von Bürgern, Politik, Verwaltung und Wirtschaft.
Unter dem Motto „Unsere Stadt blüht auf“ führt die Entente
Florale Deutschland nun zum 7. Mal den bundesweiten Wettbewerb
für mehr Lebensqualität in Städten und Gemeinden durch
(www.entente-florale-deutschland.de
). In der Entente Florale Deutschland sind der Zentralverband
Gartenbau e.V., der Deutsche Städtetag, der Deutschen
Städte- und Gemeindebund und der Deutsche Tourismusverband
e.V. zusammengeschlossen. Alle deutschen Städte und Gemeinden
mit mehr als 3000 Einwohnern können sich zum Wettbewerb
anmelden. Die Jury Entente Florale Deutschland prüft die
eingereichten Unterlagen auf Vollständigkeit und Übereinstimmung
mit den Wettbewerbskriterien und informiert die Stadt
oder Gemeinde über die Zulassung zum Wettbewerb. Insgesamt
wurden in diesem Jahr 25 Städte und Gemeinden zugelassen,
darunter die drei Landeshauptstädte Düsseldorf, Magdeburg
und Saarbrücken. Weitere Großstädte sind Bochum und Mannheim.
In den letzten Jahren hat sich der Stellenwert von Freiräumen
und Stadtgrün, insbesondere aufgrund der Erarbeitung des
Freiraumentwicklungsprogramms, in der Landeshauptstadt
erheblich verbessert. Darüber hinaus gibt mehrere vorzeigbare
Projekte aus jüngster Vergangenheit beispielsweise die
Verschönerung der Saar-Brücken und anderer Teile der City
mit Blumenschmuck, die „Ausgrabung“ und Wiederentdeckung
des Ludwigparks, die Restaurierung des Deutsch-Französischen
Gartens, die wieder Instandsetzung des Stadtparks Dudweiler,
die Umgestaltung von Burbach, diverse Gewässerrenaturierungen,
die Neugestaltung des ehemaligen Kirmesplatzes in Güdingen
oder die Silbermedaille für die Kleingartenanlage Weyerbachtal
beim Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“.
Auch aus Sicht der Tourismusförderung kann man einiges
in die Waagschale werfen, z.B. die neue Radwege- und Tourismusbeschilderung,
den Flusstourismus mit Schwimmstegen und Schiffsanlegestellen
und das neue City-Marketing. Der Wettbewerb passt gut
zum Thema „Grünes Saarbrücken“, einem der Schwerpunktthemen
des Amtes für Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit
für 2007.
Aus dem Naturschutz- und Umweltbereich lassen sich ebenfalls
Themen finden wie Landschaftsplan, Baumschutzverordnung,
Öko-Konto oder Energiesparprogramme für städtische Gebäude.
Die VVS verfügt über die umweltfreundlichste Busflotte
Deutschlands und Saarbrücken belegt aktuell den 5. Platz
bei den Großstädten in der Solar-Bundesliga. Anfang März
ist eine Öffentlichkeitskampagne gestartet worden. In
den Medien sollen Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende,
Handel, Vereine und Verbände dazu aufgerufen werden, sich
im Rahmen ihrer Möglichkeiten im Sinne des Wettbewerbs
zu engagieren. Im Juli wird die mit Fachleuten aus den
Bereichen Gartenbau, Stadt- und Landschaftsplanung sowie
Tourismus besetzte Jury die Teilnehmerstädte besuchen
und bewerten. Die Prämierung der Städte und Gemeinden
findet im Spätsommer statt. Die Bewertung der Kommunen
umfasst 5 Bereiche:
1. öffentlicher Bereich (Planungsgrundlagen, Öffentlichkeitsarbeit,
Qualität, Ausführung und Pflege von urbanen Grünflächen
etc.)
2. privater Bereich (Engagement der Bürger, Vereine, Verbände)
3. Gewerbe und Dienstleistungen (innerstädtischer Handel
und Gewerbe, Wohnungsbau)
4. Projekte, Planungen und Konzeptionen aus dem Bereich
Natur und Umweltschutz sowie Gartenkultur (Naturerziehung,
Schutzkonzepte, Sondergärten, Friedhöfe)
5. Präsentation und Gesamteindruck der Stadt